Glossar
Abhyanga
Sanfte ayurvedische Ganzkörpermassage mit ausgewählten Ölen. Das Aktivieren um die Energiepunkte verschafft tiefe Entspannung.
Akupressur
(latein. etwa: spitzer Druck) Druckbehandlung definierter Hautpunkte, in der Regel mit Hilfe der Fingerkuppen. Dieses alternative Therapiesystem basiert auf altem Wissen, wie es zum Beispiel in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) überliefert ist. Danach zirkuliert im Körper Energie auf so genannten Meridianen. Die Meridiane und Akupressurpunkte haben Entsprechungen zu bestimmten Organen und Körperteilen. Durch gezieltes Massieren dieser sensitiven Punkte, die entlang der Meridiane liegen, werden Energieblockaden gelöst. Akupressur kann als Selbsthilfe erlernt werden und eignet sich auch als wirkungsvolle Ergänzung anderer Therapieverfahren. Sie wird beispielsweise zur Vorbeugung gegen Krankheiten, gegen Verspannungen oder bei Ermüdung empfohlen. Als japanische Variante der Akupressur ist Shiatsu zu benennen.
Akupunktur
(latein. etwa: spitzer Stich). Wie die Akupressur eine chinesische Heiltherapie, die auf der Theorie der Meridiane (Energiebahnen) und der über den ganzen Körper verteilten Energiepunkte beruht. Diese Punkte werden durch einen Einstich mit feinen, biegsamen Nadeln stimuliert, wodurch nach der Lehre der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) die Lebensenergie Qi in Fluss gebracht bzw. in einem vom Therapeuten gewünschten Sinne beeinflusst wird. Anders ausgedrückt werden durch diese Stiche im Gewebe bioelektrische Veränderungen ausgelöst, die eine heilende Wirkung auf gestörte Funktionen des Organismus ausüben. Akupunktur kommt z.B. in der Behandlung von Schmerzzuständen, Suchtkrankheiten u.a. zum Einsatz. In der westlichen Heilkunde kommen statt Nadeln auch Strom- bzw. Laser-Impulse zum Einsatz (Elektro- bzw. Laserakupunktur).
Algen
Speziell gezüchtete Algen werden immer öfter in der Kosmetik sowie in der Ernährung benutzt. Algen enthalten große Mengen wichtiger Mineralien, Vitamine und Spurenelemente wie Jod, Eisen, Magnesium, Kalzium sowie Proteine/Aminosäuren. Sie spenden der Haut intensiv Feuchtigkeit und Nährstoffe, beleben den Stoffwechsel und entschlacken. Durch Bäder und Packungen werden die Wirkstoffe von Algen auch bei einer Kur genutzt. Algen kommen z.B. bei der Thalassotherapie zum Einsatz.
Aqua-Fitness
Trimm Dich fit im Wasser. Das ist der Slogan zahlreicher gelenkschonender Trimm-Methoden, die sich hinter diesem Begriff verbergen. Dazu gehören Aqua-Jogging, Aqua-Gym (Gymnastik mit und ohne Handgeräte), Aquanetics (straffendes und schlankmachendes Tiefenmuskulatur-Training), Aqua-Power (kräftigt und dehnt die wichtigsten Muskelgruppen) und Aqua-Aerobic (Körpertrainingng mit Schritt- und Arm-Kombinationen). Auf spielerische Weise nutzen alle diese Techniken die Vorteile des Wassers als Fitmacher: Die Schwerkraft ist aufgehoben, was die Bänder, Gelenke und Sehnen entlastet. Der Widerstand des Wassers hingegen bremst jede Bewegung des Körpers. Dadurch werden mehr und andere Muskelpartien als sonst aktiviert.
Aromatherapie
Die Verwendung von Duftstoffen mit dem Ziel der Heilung, Linderung oder Vorbeugung von Krankheiten. In der Aromatherapie werden - in der Regel verdünnte - ätherische Pflanzenöle verwendet, im Idealfall sind diese natürlichen Ursprungs. Ein breites Sortiment steht für die verschiedensten Indikationen zur Verfügung. Bekannt sind zum Beispiel die desinfizierende und antiseptische Wirkung von Kamillen-, Nelken- oder Zitronenöl. Andere Substanzen wirken krampflösend, entspannend oder anregend. Aromen sollen auch auf der feinstofflichen Ebene wirken und so die seelisch-geistige Harmonisierung bewirken. Erste Hinweise auf angewandte Aromatherapie findet man ca. 4.000 v. Chr. in der ägyptischen Heilkunde. Im 13. Jahrhundert erlebte die Methode in Frankreich einen Höhepunkt, geriet jedoch wieder in Vergessenheit. Durch den Trend zur Naturmedizin und alternativen Heilmethoden wurde die Aromatherapie in den letzten Jahren wiederentdeckt. Die Aufnahme der Wirkstoffe erfolgt über die Nase, über die Mund- und Rachenschleimhäute oder über die Haut. Die Wirkstoffe werden z.B. inhaliert, aufgetragen (auch als Wickel), einmassiert, als Badezusatz verwendet oder durch Verdampfen z.B. in der Sauna bzw. Vernebeln im Raum verteilt. Die Anwendungen können auch kombiniert werden. Ätherische Öle werden für Ihre Wirkung in der ganzheitlichen Kosmetik und im Wellnessbereich eingesetzt.
Autogenes Training
(griech.: aus sich selbst hervorgebracht) Eine verbreitete Selbstentspannungs-Technik, wird auch als konzentrative Selbstentspannung bezeichnet. Sie wurde von dem Berliner Nervenarzt und Psychotherapeuten Prof. Johann Heinrich Schultz (1884-1970) entwickelt. In diesem Training wird ein Mittelweg zwischen aktiver Anleitung und passivem Geschehenlassen angestrebt. Die gesamte Aufmerksamkeit richtet sich dabei auf die Erlebniswelten in der Ruhe und die körperlich-seelische Entspannung. Um diese zu erreichen, bedient sich das Verfahren suggestiver Methoden, die als Autosuggestion zu bezeichnet werden. So soll ein Gleichgewicht zwischen Spannung und Entspannung erreicht werden, das einer Störung der Gesundheit und des Wohlbefindens durch anhaltenden Stress und Spannungsvorgänge vorbeugen kann.
Das Konzept des Autogenen Trainings basiert auf vier Pfeilern:
- Spannung und Entspannung
- Konzentration und Ruhe
- Training und Lernen
- Umschalten im Nervensystem und Ausbreitung von Entspannung im Körper
Das Autogene Training wird stets in entspannter Haltung durchgeführt und beinhaltet Schwereübungen zur Muskelentspannung, Wärmeübungen zur Entspannung der Blutgefäße, Herzübungen zur Beeinflussung der Herztätigkeit, Atem-, Sonnengeflechts- und Kopfübungen. Ziel des Autogenen Trainings ist es, sowohl körperlich als auch psychisch eine positive Veränderung sonst nicht beeinflussbarer Körperfunktionen und Empfindungen zu erreichen. Seelische Spannungszustände sollen ausgeglichen, Verkrampfungen gelöst und Schmerzen gelindert werden. So dient Autogenes Training der allgemeinen Verbesserung des Wohlbefindens. Es wird auch eingesetzt, um die Leistungsfähigkeit zu steigern.
Ayurveda
Das Wort Ayurveda stammt aus der alten indischen Hochkultur und setzt sich aus 'Ayur' = 'langes Leben' und 'Veda' = 'Wissen' zusammen. Es beschreibt demnach die Lehre vom langen (und gesunden) Leben. Die Lehre von den drei sogenannten Doshas (oder Bioenergien) bilden den Kern des Ayurveda. Vata, Pitta und Kapha, so die Namen der drei Doshas, bestimmen alle leibseelischen Funktionen. Krankheiten entstehen dann, wenn dies ins Ungleichgewicht geraten. Ziel der Behandlung mit Ayurveda ist weniger ein schnelles Beseitigen der Beschwerden, sondern vielmehr eine ganzheitliche Umstimmung in Körper, Seele und Geist herbeizuführen. Deshalb liegt der Schwerpunkt in der Ayurveda-Behandlung auf dem Annehmen einer gesunden Lebensweise und damit auf dem Erhalten der Gesundheit. Eine sehr wichtige Rolle spielt die Ernährung. Sie beeinflusst über den Stoffwechsel direkt alle Organe. Deshalb werden viele Arten von pflanzlichen und mineralischen "Diäten" angewendet, je nach der Modalität der zu beeinflussenden Doshas. Auch Ratschläge zur Lebensführung, Meditation, Tiefenentspannung, Atem- und Körperübungen, individuelle Massagen sowie der Einsatz von Musik und Kunst gehören zum Repertoire der ayurvedischen Medizin. Ayurveda ist in diesem Sinn keine Krankheits-, sondern eine ausgesprochene Gesundheitslehre.
Bach-Blütentherapie
Bei der Bach-Blütentherapie handelt es sich um ein in den 1930er Jahren von dem englischen Arzt Edward Bach (1886 - 1936) entwickeltes alternatives Heilverfahren. Essenzen aus 37 Pflanzen wirken über die Psyche auf den Körper, denn jede der Pflanzen besitzt eine Heilwirkung. Die Essenzen werden durch die (Schleim-)Haut aufgenommen und an das Energiesystem des Körpers weitergeleitet. Ziel bei dieser Behandlung ist es, eine Verbesserung der Seelenverfassung herzustellen.
Bewegungstherapie
In der Bewegungstherapie werden durch sanfte Muskelspiele Ausdauer, Beweglichkeit, Koordination und die Kräftigung bestimmter Muskelgruppen trainiert. Das Erreichen von Spitzenleistungen durch Kraftsport oder Bodybuilding ist hierbei nicht das Ziel, sondern das Erhalten oder Wiederherstellen einer ökonomischen, physiologischen Beweglichkeit des Körpers.
Biofacelifting
Kosmetische Gesichtspflegemaßahmen, die mit Masken und Modellagen ohne schönheitschirurgischen Eingriff oder Unterspritzung von Fremdstoffen auf Basis biologischer Präparate der (vorzeitigen) Hautalterung vorbeugen oder entgegenwirken.
Blütenbäder
Besondere, ausgesuchte Blütenblätter werden in warmes Wasser gestreut, um so eine anregende oder beruhigende Wirkung zu erzielen.
Caldarium
Inhalationsraum mit 38 bis 48 Grad. Kräuterdämpfe befreien die Atemwege, ideal um den Körper auf die Sauna vorzubereiten.
Chakra
Mit Chakra werden im Yoga wie in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) die Verbindungsstellen zwischen dem Körper und dem Astralleib des Menschen bezeichnet. Sieben der Chakren werden als Hauptenergiezentren des Menschen angesehen und sollen sich entlang der Wirbelsäule bzw. senkrechten Mittelachse des Körpers befinden. Eine Aktivierung der Chakren regt den Energiefluss an und harmonisiert das Befinden.
Dampfbad
Wird auch Römisches Bad genannt. Bei Temperaturen um die 45°C und einer Luftfeuchtigkeit von 90 bis 100% werden in einem geschlossenen Raum Wasserdämpfe ausgestoßen. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit werden die Atemwege befeuchtet, die Poren der Haut geöffnet und der Organismus zum Schwitzen angeregt. Der Körper wird dadurch entgiftet und entspannt. Von allen Saunatypen eignet sich das Römische Dampfbad für Inhalationstherapien am besten. Anschließende Wechselduschen oder Kneippen trägt dazu bei, dass die Immunabwehr erhöht wird. Ein Dampfbadbesuch verbessert außerdem die Durchblutung der Haut und den Stoffwechsel. Kann therapeutisch u.a. eingesetzt werden bei: Rheuma, Arthritis, Nervosität, Stress und bestimmten Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Ekzemen oder Akne. Zur Erhöhung natürlicher Abwehrkräfte. Auch in Verbindung mit Inhalationstherapien geeignet. Bitte beachten Sie: Bei Krampfadern, akutem Asthma, Bluthochdruck, Herz-Kreislauferkrankungen, Fieber-/Erkältungskrankheiten und Migräne, ist ein Dampfbad- oder Saunabesuch zu belastend für Ihren Organismus. Sollten Sie an akuten oder entzündlichen Organkrankheiten leiden, klären Sie bitte vorher mit Ihrem Arzt ab, ob ein Besuch empfehlenswert ist.
Dosha
Dosha bezeichnet im Ayurveda die drei verschiedenen Lebensenergien Vata, Pitta und Kapha, die dem Menschen seine individuelle Konstitution verleihen und seine körperliche und geistige Funktion regulieren.
Farblichttherapie
Farben stellen eine Energieform dar, die als Farb- oder Lichtwellen auf uns einwirken. Die ganzheitlich wirksame Farblichttherapie findet Anwendung in der Vorbeugung von Krankheiten oder als Begleittherapie körperlicher und seelisch-geistiger Störungen. Dabei wirken die Farb-Energien nicht nur über die Augen; aus neueren Forschungen geht hervor, dass auch andere Körperstrukturen auf die durch Farben erzeugten Wellen reagieren. Insbesondere beeinflussen die Farben das vegetative Nervensystem und die eng damit zusammenarbeitenden Drüsen. Dadurch ergibt sich eine umfassende Wirkung auf den gesamten Organismus. Eingesetzt werden spezielle Lampen mit verschiedenen Farbfiltern, mit denen die entsprechenden Körperpartien beleuchtet werden und den Körperkreislauf anregen. Steht die europäische Schulmedizin der Farblichttherapie noch relativ abwartend, wenn nicht sogar ablehnend gegenüber, so zeigt sich die konventionelle Medizin in den USA aufgeschlossen und verfügt auch bereits über beachtliche Behandlungserfolge.
Fasten
ist eine Vitalkur für Körper, Geist und Seele. Während mehreren Tagen nehmen Sie zum Beispiel nur Gemüsebrühe, Säfte und Kräutertee zu sich. Unterstützt wird das Fasten mit Darmspülungen. Dazu kommen Wohlfühlmethoden wie etwa Bäder, Massagen und Packungen, ebenso wie die Meditation und Bewegung in der Natur. Im Vordergrund steht bei diesem inneren und äußeren Reinigungsprozess die Entschlackung und Entgiftung. Anders als bei der Diät ist beim Fasten die Gewichtsreduktion lediglich ein angenehmer Nebeneffekt.
Finnische Sauna
Sauna mit hoher Temperatur (bis 120° C) mit einer maximalen Luftfeuchtigkeit von ca. 10%. Durch anschließende Abkühlung wie z.B. durch kaltes Duschen wird u.a. der Kreislauf angeregt und das Immunsystem gestärkt.
Fünf Tibeter
Ein leicht erlernbares Bewegungssystem aus dem Tibet. Die Fünf Tibeter setzen sich aus fünf einfachen Bewegungsabläufen zusammen, die wiederholt ausgeführt werden.
Fußreflexzonen-Massage
Bei der Fuß- oder Handreflexzonenmassage wird das verkleinerte Abbild des Menschen auf Füße oder Hände projiziert. Dr. Fitzgerald entwarf eine Zonenkarte der Füße, auf der die einzelnen Unterteilungen des gesamten menschlichen Körpers zu ersehen sind. Organe oder Körperstellen werden dort als Reflexzonen sozusagen repräsentiert. Der Therapeut findet anhand dieser Aufteilung die betroffenen Organe oder Körperstellen, die gestört oder blockiert sind. Verhärtungen werden mittels Haltegriffe, Druck- oder streichenden Bewegungen gelöst und Energie wird aufgebaut. Das bedeutet, dass - obwohl nur die Füße oder die Hände massiert werden - sich die Wirkung am ganzen Menschen zeigt, vor allem jedoch in dem Organ, dessen zugeordnete Reflexzone behandelt wird. Ein Ziel der Behandlung ist die Wiederherstellung körperlich-geistigen Wohlbefinden und die Anregung der Selbstheilungskräfte.
Gesichtsmasken
Durch längeres und intensives Auftragen von speziellen Cremes und Gels auf die Haut können regenerierende und feuchtigkeitsspendende Wirkstoffe verstärkt in die Haut eindringen.
Garshana
Ayurvedische Massage mit einem Seidenhandschuh ohne zusätzliche Öle. Glättet die Haut, entspannt und regt den Stoffwechsel an.
Hamam
Ein Hamam ist ein Ort der rituellen Reinigung und Pflege und eher dem Dampfbad als der Sauna zuzuordnen. Auf einem heißen Stein liegend wird der Körper mit Seifenschaummassagen gereinigt und entspannt.
Heilkreide
Seit über 60 Millionen Jahre liegt die Rügener Heilkreide im 'Rügener Kreidemeer'. Die Kreide wurde aus Milliarden von Schalen und Gehäusen kleinster Lebewesen wie Coccolithophoriden, Foraminiferen und Moostierchen gebildet. Rügener Heilkreide ist ein reines Naturprodukt und zeichnet sich besonders durch ihre feinkörnige Struktur und die gute Speicherfähigkeit von Wärme oder Kälte aus. Die Feinheit der Kreide bewirkt dabei die schnelle Aufnahme wichtiger Begleitstoffe und Mineralien (z.B. Silizium) in die Haut.
Heubad
Ein sehr beliebtes Heil-, Relax- und Schönheitsbad. Man wird mit frisch geschnittenem, warmen, trockenen oder auch feuchten Heu am ganzen Körper zugedeckt. Das Heu hat eine stimulierende Wirkung auf die Hautoberfläche und man beginnt darunter leicht zu schwitzen. Oft werden dem Heu noch ätherische Öle zugemischt, die Verspannungen lösen und der Haut eine samtene Weichheit verleihen.
Hot Chocolate
Angenehme Massage mit warmer Kakaobutter. Die Kakao-Polyphenolen wirken dabei wie Konservierungsstoffe - sie fangen die freien Radikalen ein und beugen so dem Alterungsprozess der Haut vor.
Hot Stone-Massage
Angenehm heiße Lavasteine werden entlang der Wirbelsäule und auf die Energiezentren gelegt. Die Wärme der Steine wird über natürliche Öle über den Körper geleitet, regt dabei die Blutzirkulation an und unterstützt den Lymphfluss.
Klangmassage
Der Ton berührt unser Innerstes und Entspannung durch Vibration und Klang. Tibetanische Klangschalen erzeugen auf und in dem Körper Schwingungen, wodurch Verspannungen gelöst werden.
Lomi Lomi
Diese traditionelle Massage kommt von den hawaiianischen Inseln in Polynesien. Auf hawaiianisch bedeutet Massage 'lomilomi'. Lomi Lomi ist Bestandteil der Naturheilkunde, insbesondere in Verbindung mit der Kräuterheilkunde. Gemäß der hawaiianischen Tradition ist das Ziel von Lomi Lomi die Harmonie von Körper, Geist und Seele des Menschen.
Lymphdrainage
Mit Hilfe der Lymphgefäße wird Wasser aus dem Gewebe abtransportiert und in die Blutgefäße zurückgebracht. Wenn das Lymphsystem in seiner Funktion gestört ist, staut sich das Körperwasser im Gewebe und es kommt zu Schwellungen (Ödemen). Das Therapiekonzept der Lymphdrainage hat zum Ziel, das gestörte Gleichgewicht zwischen der Menge von Gewebewasser und der Leistungsfähigkeit der Lymphbahnen wiederherzustellen. Gleichzeitig soll das Immunsystem angeregt werden, Blockaden und Stauungen der Lymphflüssigkeit im Gewebe werden behoben. Die Lymphdrainage wirkt entschlackend und entgiftend. Sie gehört, wie die klassische Massage und die Bindegewebsmassage, zu den manuellen Therapieformen.
Maniküre
Pflege der Hände und Nägel. Massagen und das Auftragen von Nagellack gehören ebenso dazu.
Medizinische Bäder
Bewegungs-, Kohlensäure-, Schlamm-, Schwefel- oder Solebäder werden zum Muskelaufbau bei neurologischen Erkrankungen empfohlen. Moorbäder haben weit über 40°C, da das Moor aber nur die Wärme langsam abgibt, wird es nicht heißer als 37°C empfunden. Es entsteht eine lang anhaltende Wärmewirkung. Wärme- und Stoffaustausch haben beste Bedingungen.
Meridiane
Meridiane sind Energiebahnen, die den Körper überziehen und in denen das Qi, die Lebensenergie, fließt. Die 12 Meridiane sind Organen zugeordnet. Sie treten an über 350 Stellen an die Körperoberfläche und können dort an den Akupunkturpunkten aktiviert werden, um so Blockaden im Energiestrom zu lösen.
Ölanwendungen
In Form von Ganzkörpermassagen spielen Ölanwendungen eine wichtige Rolle zur Harmonisierung der Körperenergien. Die Haut fühlt sich durch das tägliche Einölen angenehm an, wird gestärkt und sieht gesund aus. Das Öl dringt in das Gewebe ein, reinigt und nährt die einzelnen Schichten. Zusätzliche Wärmeanwendungen wirken durchblutungsfördend.
Ohrenkerzenbehandlung
Eine Ohrkerze ist ein aus einem in Bienenwachs getränkten Stoff gerolltes Röhrchen, das an der einen Seite angezündet wird und mit der anderen Seite mit einer leichten Drehung ins Ohr gesteckt wird. Wichtig sind die Inhaltsstoffe der Ohrkerzen (kein Paraffin). Hochwertige Ohrkerzen bestehen aus reinen Bienenwachsen, Honigextrakten und Kräutern wie Johanniskraut, Salbei und Kamille.
Man liegt während der Anwendung in entspannter Seitenlage, den Kopf mit einem Kissen unterstützt, der Ohrkanal zeigt senkrecht nach oben. Die Ohrkerze wird angezündet, mit dem nicht brennenden Ende senkrecht auf den Hörkanal aufgesetzt und bis zur Sicherheitsmarkierung abgebrannt. Die Behandlungsdauer für beide Ohren beträgt ca. 20-25 Minuten inkl. Nachruhe.
Ohrkerzen wirken rein physikalisch. Ein leichter Unterdruck (Kamineffekt) und die durch die Bewegung der Flamme hervorgerufenen Vibrationswellen der Luft in der Ohrkerze wirken wie eine sanfte Trommelfellmassage. Dies führt zu einem intensiven Gefühl angenehmer Wärme und tiefer Entspannung. Ein Geborgenheits- und Glücksgefühl, wie es nur selten zu erleben ist.
Ozontherapie
Ozon ist dreiwertiger Sauerstoff und wirkt toxisch auf die Lungen. Deshalb kann Ozon nur unter Umgehung der Atemwege verabreicht werden. Angewendet wird die Therapie bei Durchblutungsstörungen des Gehirns, peripheren arteriellen Durchblutungsstörungen, Hörsturz, Tinnitus, Immunschwäche, bakteriellen oder viralen Erkrankungen (Hepatitis B/C, Herpes zoster/simplex), Arthrosen, Gicht, Rheuma, Allergien. Außerdem wird sie genutzt bei der Nachbehandlung von Schlaganfällen, zur zusätzlichen Therapie bei Krebserkrankungen, bei Altersbeschwerden, Umweltbelastungen und in der Sportmedizin. Die Ozon-Therapie kann bei richtiger Dosierung und Anwendung Heilungsprozesse auslösen und das Gewebe aktivieren. Sie gehört unbedingt und ausschließlich in geschulte Hände.
Packung
Packungen trocknen auf der Haut nicht an und versorgen diese mit Feuchtigkeit und den jeweiligen Wirkstoffen. Durch Wärmeentwicklung kann dabei die Aufnahme der Inhaltsstoffe gefördert werden.
Pediküre
Pflege der Füße und Fußnägel, medizinische Pflege und Auftragen von Nagellack.
Peeling
Schmutz und abgestorbene Hautschüppchen werden durch Peeling von der Haut entfernt. Sie erhält dadurch eine saubere, feine Struktur.
Qi-Gong
Qi ist chinesisch und bedeutet Lebenskraft. Gong wird mit Übung übersetzt. Qi-Gong ist ein uraltes Bewegungssystem, das sich aus einer Reihe von aufeinander abgestimmten Atem- und Körperübungen zusammensetzt. Ziele dieser speziellen Gymnastik ist, den Fluss der Lebensenergie zu aktivieren. Die harmonischen Bewegungsabläufe des ausgeklügelten Systemes werden im Zeitlupentempo praktiziert. Sie haben positive Auswirkungen auf den Kreislauf, Stoffwechsel, das Nervenkostüm, die Verdauung und den Bewegungsapparat.
Reiki
ist die japanische Bezeichnung für universelle Lebensenergie. Das Reiki-System soll seinen Ursprung im Tibet haben und vom japanischen Priester Mikao Usui (1865 - 1929) wiederentdeckt worden sein. Reiki ist eine Art Brücke, auf der die kosmische Energie übertragen wird. Dies geschieht durch systematisches Handauflegen an bestimmten Körperbereichen wie etwa über den Augen, dem Hals, Herz und Magen. Die Reiki-Behandlung aktiviert die Selbstheilungskräfte. Es beruhigt das Nervenkostüm, löst tiefgehende Verspannungen und seelische Blockaden.
Rhassoulbad
Bei einem Rhassoulbad wird naturbelassener Schlamm auf die Haut aufgetragen. Durch die Erhitzung auf angenehme 45° Celsius in einem Kräuterdampfbad können die Wirkstoffe ideal in die Haut gelangen.
Rückentraining
Die Wirbelsäule wird durch viele alltägliche Situationen geschädigt. In der Rückenschule werden Bewegungsabläufe trainiert, die den Rücken schonen und entlasten sollen. Das vorbeugende Rückentraining beinhaltet diverse Übungen, die vor allem diejenigen Muskeln trainieren, die für einen kräftigen stabilen Rücken sorgen. Hierzu zählen nicht nur die verschiedenen Rückenmuskeln, sondern auch die Pomuskeln, Oberschenkelmuskeln und die Bauchmuskeln. Diese spezielle Gymnastik dient zum einem der Stärkung der Rückenmuskulatur und dem Ausgleich von stark beanspruchten und vernachlässigten Muskelpartien, zum anderen wird dem Teilnehmer darüber hinaus Hintergrundwissen über physiologische Zusammenhänge des Haltungs- und Bewegungsapparates vermittelt.
Shiatsu
Shiatsu (Shi = Finger und Atsu = Druck) ist eine japanische Behandlungsmethode, deren Wurzeln in der chinesischen Heilkunde liegen. Gemäß diesem traditionellen Erfahrungswissen wird der Mensch von der Energie bestimmt, die in seinem Körper entlang der Meridiane fließt. Ist diese Energie ausgeglichen, fühlt sich der Mensch wohl; ist sie blockiert, wird er sich unwohl fühlen, und es können "Symptome" und schießlich Krankheiten entstehen. Im Shiatsu wird der Energiefluss erspürt und durch sanften Druck mit Fingern, Handflächen, Ellbogen und Knien angeregt. Das Ziel ist das ungehinderte Fließen der Energie. Shiatsu-Behandlungen erfahren die Klienten in der Regel als wohltuend-entspannend und heilsam-belebend: Ihre "Selbstheilungskräfte" werden angeregt und gestärkt. Shiatsu wirkt vorbeugend gegen Störungen und Erkrankungen und unterstützt die Gesundheit; außerdem kann es zur Begleitung und Unterstützung anderer Therapien angewandt werden. Shiatsu wird in ruhigen, fließenden Bewegungen auf einer weichen Matte am Boden ausgeübt.
Soft Pack
Besonders beliebte Schönheitsbehandlung mit totalem Entspannungseffekt. Dabei liegen Sie auf einer Unterlage nicht im, sondern etwas über dem Bad. Der Körper wird zum Beispiel mit einer Algen-Paste, fein duftenden ätherischen Ölen oder aromatischen Kräutern eingerieben und in Tüchern eingepackt. Der Dampf des warmen Wassers intensiviert die Wirkung der aufgetragenen Substanzen.
Spa
Der Name leitet sich vom belgischen Badeort Spa ab, der schon seit dem 16. Jahrhundert von britischen Touristen besucht wurde. Er galt auf den britischen Inseln zuerst als Synonym für jegliche Art von Mineralquelle. Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erweiterte sich die Bedeutung auf Wellness-Oasen und besonders den Badebereich von Hotels.
Thalasso
Der Grundstoff der Thalassotherapie ist das Meer. Die Behandlungen finden demnach an Orten statt, die idealerweise nicht weit vom Meer liegen. Mineralhaltige Algenpackungen, entspannende Meersalzbäder begünstigen den Stoffwechsel, entschlacken und stärken das Immunsystem.
Thermalbad
Ein Thermalbad ist eine Badeanstalt oder ein Kurbad mit meist warmen Heilquellen. Je nach Ort gibt es unterschiedliche Quellen (z.B. mit Jod oder Schwefel). Die heilende Wirkung ist bestätigt, die verschiedenen Thermalwasser sind als Kurmittel bei vielen Krankheiten anerkannt.
Tonerde
Tonerde speichert Wärme sehr gut und gibt den darunter aufgetragenen Wirkstoffen die Möglichkeit, durch die bessere Durchblutung tiefer in die Haut einzudringen.
Vitality
Englisch für Vitalität, bezeichnet allgemein die Gesundheit oder Lebensenergie eines Lebewesens.
Wellness
Das Lebensstilkonzept Wellness zielt auf Wohlbefinden, Spaß und eine gute körperliche Verfassung ab. Man versteht unter Wellness vor allem Methoden und Anwendungen, die das körperliche, geistige und seelische Wohlbefinden steigern. Wellness basiert im wesentlichen auf vier Säulen:
- Bewusste Ernährung, ganzheitlicher Umgang mit Lebensmitteln
- Bewusste Bewegung: regelmäßige, angepasste Bewegungsprogramme
- Mental: Entspannungs- und Stressmanagement-Methoden wie autogenes Training, Qigong, Yoga als auch passiver Art wie Sauna, Tiefenwärme, Massage, Floaten, Wassertreten, Barfußlaufen usw.
- Verhältnis zur Natur und Genussmitteln: sorgfältiger Umgang mit der Natur und ihren Produkten.
Diese Auffassung von Wellness wird mittlerweile auch als Medical Wellness bezeichnet, deren Grundlage vor allem eine gesundheitsbewusste Lebensweise im Alltag ist.
Yoga
Die Wurzeln des Yoga liegen in Indien. Dort hat vor etwa 7.000 Jahren Sadastiva dieses Prinzip zur Erhaltung und Verbesserung von Gesundheit und Selbstverwirklichung eingeführt. Pastanjali gab dem Yoga im 2. Jh.v.Chr. seine klassische Gestalt. Der so genannte achtgliedrige Pfad ist die Basis des Yoga. Dazu gehören fünf einfache und fünf schwierige Verhaltensregeln, verschiedene Körperübungen, Atemübungen, das Abwenden der Aufmerksamkeit von sinnlichen Wahrnehmungen, Konzentrationsübungen, die konzentrierte Versenkung und die mystische Vereinigung mit dem geistigen Zentrum aller Existenz. Es existieren heute viele verschiedene Yoga-Arten, die diese Grundprinzipien unterschiedlich gewichten.
In der Medizin spielen vor allem die Muskelübungen (Asanas) und die Atemübungen (Pranayamas) eine Rolle, die zusammen mit Reinigungsübungen als Chikitsa-Yoga bezeichnet werden. Die Asanas sind Muskelan- und -entspannungsübungen, die im Einklang mit dem Atemrhythmus durchgeführt werden. Sie sind kräftigend für das Gewebe und wirken ausgleichend auf die Verfassung des Patienten.
Pranayama, die Atemübungen, dienen der Anregung der Selbstreinigungskräfte und des Stoffwechsels. Die Reinigungsübungen umfassen die Augen, die Nasennebenhöhlen, den Magen und den Darm. Den Übungen liegen der enge Zusammenhang von Körper, Geist und Seele zu Grunde; sie sollen das Körperbewusstsein und die Wahrnehmung innerer Prozesse verstärken. Bewusste Körperstellungen (Asanas), Atemübungen (Pranayama) und Entspannungs- und Konzentrationsübungen (Meditation) können dann auch die Körperhaltung, Beweglichkeit und Kraft, aber ebenso die geistigen Fähigkeiten stärken.

