Rügen
Interessante Orte auf RügenBergen - Hauptstadt der größten Insel
Bergen ist die Kreishauptstadt der Insel Rügen und liegt in deren geografischer Mitte. Stadtrecht erhielt Bergen im Jahr 1613. Zentrum des Interesses in Bergen ist die Mareinkirche aus dem 12. Jahrhundert, die nach dem Vorbild des Lübecker Doms errichtet wurde. Vom Ernst-Moritz-Arndt-Turm aus mit seinen 118m hat man einen fantastischen Ausblick über die gesamte Insel. Das Stadtmuseum zeigt anschauliches Material zur Geschichte Rügens und auch speziell zu Bergen.
Ostseebad Sellin und Seebrücke
Wahrzeichen des 2.500 Einwohner zählenden Ostseebad Sellin ist die 394 m lange Seebrücke. Im Zeitraum von sechs Jahren (von 1992 bis 1998) wurde die im Jahr 1971 als Folge einer Sturmflut zerstörten Brücke nach historischem Vorbild wieder aufgebaut. Dazu zählen auch zwei Restaurants, die sich für Feiern aller Art besonders gut eignen. Mittlerweile hat sich Sellin zu einer feinen Adresse unter den Rügener Ostseebädern entwickelt. Die meisten der Bäderarchitektur-Villen sind restauriert, Gaststätten, Hotels und andere Ferienunterkünfte säumen die Hauptstraße. Von Sellin aus können Schiffstouren zum Kreidefelsen etc. unternommen werden. Ebenfalls befindet sich eine Station der Schmalspurbahn Rasender Roland in Sellin.
Ostseebad Göhren
Das Ostseebad Göhren ist Endstation oder auch Ausgangspunkt für die Fahrt mit dem Rasenden Roland und mit seinen 1.300 Einwohnern größter Ort auf der Halbinsel Mönchsgut. Auch Göhren rühmt sich seiner Seebrücke, eines kilometerlangen Sandstrandes und einer wunderbaren Strandpromenade mit Kurplatz. Haben die Besucher dann auch Interesse an der Lebensweise der Inselbewohner, so lohnt sich der Besuch im Heimatmuseum. Ferner geben der Museumshof zur Agrikultur der Gegend sowie das Museumsschiff LUISE (ein eisernes Plattbodenschiff von 1906) und drei weitere Museen wie das Schuhmuseum in Middelhagen, das Pfarrwitwenhaus in Groß Zicker und das Küstenfischer Museum in Baabe Auskunft über die Lebensgewohnheiten der Rügener Bevölkerung.
Ostseebad Baabe
Bei dem Ostseebad Baabe mit seinen ca. 850 Einwohnern beginnt die Halbinsel Mönchsgut. Wie alle Ostseebäder hat auch Baabe einen wunderbaren Sandstrand, eine schöne Strandstraße und eine neu angelegte Strandallee. Von der Anlegestelle Bollwerk fahren Ausflugsboote rund um die Insel Vilm. Wunderbar ist auch der Ausflug nach Moritzdorf, wohin ein Fährmann die Besucher rudert.
Sassnitz
Am Südrand des Nationalparks Jasmund befindet sich die kleine Hafenstadt Sassnitz mit 12.000 Einwohnern. Von hier aus legen die Schiffe nach Schweden ab. Die einstige Grenzabfertigungshalle aus Zeiten vor dem Mauerfall ist heute ein interessantes Meereskundemuseum.
Sassnitz ist ebenfalls Ausgangspunkt für Schiffstouren zu den Kreidefelsen oder für Wandertouren durch die Buchenwälder des Nationalparks.
Putbus – Klassizismus pur
Putbus ist die letzte in Europa planmäßig erbaute Residenzstadt. Die in der Gründungsphase erbauten Gebäude und Anlagen wurden alle im Stil des Klassizismus errichtet. Das bekannteste Wahrzeichen ist dabei sicher der auf dem Bild zu sehende Circus. Bedeutsam sind auch das Theater, der Landschaftspark mit der Orangerie und dem Marstall. In dem 2 km entfernten Lauterbach gründete übrigens Fürst Wilhelm von Malte I. zu Putbus das erste Seebad Rügens. Beeindruckendes Zeugnis dafür ist das Haus Goor mit seinen zahlreichen Säulen.
Was Sie in Putbus nicht verpassen sollten:
- historisches Theater
- klassizistischer Marstall (erbaut um 1824)
- 19m hoher Obelisk, der an die Gründung von Putbus erinnert
- Wunderschöner Landschaftspark mit Resten des ehemaligen Schlosses
- Die Orangerie aus dem Jahr 1824, wo heute zahlreiche Ausstellungen zu besuchen sind
- Den sog. Circus, kreisförmiger Platz, von zwei- oder dreigeschossigen, freistehenden Gebäuden umgeben. Vom Platz aus gehen sternenförmig Straßen ab, eine davon führt zu großzügig angelegten Marina Lauterbach und zum Bahnhof der Schmalspurbahn Rasender Roland.
- Rügener Puppen- und Spielzeugmuseum im ehemaligen Affenhaus aus dem Jahr 1830
- Historisches Uhren- und Musikgerätemuseum
- Keramikwerkstatt
- Kegelbahn
- Fahrradverleih
Das Örtchen vor dem Kap ist gleichsam Auto-Endstation. Die Kap-Besucher steigen vonhier aus in die Kap-Arkona-Bahn um oder gehen die letzten Schritte zu Fuß. In Putgarten ist ein restaurierter Gutshof mit Töpferwerkstatt und Rügenshop zu besichtigen. Und im Sommer gibt es sogar die Mittel-Alter-Festspiele.
Pugarten/ Kap Arkona Sehenswürdigkeiten in der Übersicht:
- Schinkelturm-Museum
- Peilturm: Ausstellungszentrum und Aussichtsplattform
- Neuer Leuchtturm
- Leuchtfeuer Ranzow
- Galerie und Kreativ-Werkstatt „mehrsehen“
- Nebelstation Arkona: nördlichstes Gebäude Rügens
- Marineführungsbunker und Kunstbunker
- Slawischer Burgwall: Fundamente eines Tempels
- Findling „Siebenschneiderstein“ am Gellort
- „Riesenberg“, Großsteinberg bei Nobbin
Lohme
Einst Fischerdorf mit heute ca. 600 Einwohnern liegt an einer bis zu 70m hohen Steilküste auf der Halbinsel Jasmund. Hier stürzte erst 2005 ein rund 100m langer Abschnitt der Steilküste in den Hafen. Eine Treppe mit 213 Stufen führt in den Hafen. Ein atemberaubender Blick von oben und eine Idylle bei Sonnenuntergang zieht viele Naturliebhaber, aber auch Segler in den kleinen Hafenort. Von hier aus lassen sich gut die Kreidefelsen erkunden.
Ostseebad Thiessow – Klein Zicker
Ganz am südlichen Zipfel der Halbinsel Mönchsgut gelegen, befindet sich der Badeort Thiessow mit seinen gerade mal 449 Einwohnern. Mit Blick auf Usedom und den Greifswalder Bodden sowie direktem Zugang zur Ostsee wurde 1859 in Thiessow eine Lotsenstation eingerichtet, ebenso wie eine Zollstation. Beide sind mittlerweile aufgegeben. Heute gilt Thiessow unter den Surfern als Geheimtipp, vor allem bei Ostwind.
Gingst
Gingst liegt ca. 15 km westlich von Bergen auf Rügen an der Bucht Koselower See. Der Gemeinde vorgelagert ist die Insel Ummanz. Gingst grenzt an den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft.
Das Angerdorf Ghynxt wurde 1232 erstmalig urkundlich erwähnt. Er gehörte neben Garz und Bergen zu den bedeutendsten Marktflecken auf Rügen und war ein bedeutendes Zentrum der Handwerker, insbesondere der Damastweberei der Insel.
Sehenswürdigkeiten Gingst:
- spätgotische Sankt-Jacob-Kirche (etwa 1300 erbaut), nach mehreren Bränden (zuletzt 1726) im Barockstil umgestaltet
- Sühnestein von Gingst hinter der Kirche
- Orgel des Baumeisters Kindt von 1790 in der Jacobikirche
- Freizeitpark „Rügenpark“; Miniaturenpark, in dem man Nachbauten der bekanntesten Bauwerke der Welt besichtigen kann. Darüber hinaus gibt es einen Streichelzoo, Wildwasserrondell, Riesenrutsche, Scooter, Trampoline und weitere Spielmöglichkeiten.
- Handwerksmuseum
- Pfarrhaus, Fachwerkhaus von 1738 auf Feldsteinsockel mit Mansardendach und Fledermausgauben und zwei Frontispizen auf der Rückseite. Die innere Raumaufteilung ist noch original erhalten.
Rügens´ Besonderheiten
Der Rasende Roland – hier dampft doch ´was
Der Rasende Roland schnauft schon über hundert Jahre von Putbus nach Göhren. Die Dampfwolke der Schmalspurbahn ist weithin sichtbar und gehört schon fast zum Wahrzeichen der Insel Rügen. Den Namen Rasender Roland erhielt die Schmalspurdampfbahn vom Volksmund wegen seines gemütlichen Tempos, bei dem man angeblich noch Blumen pflücken kann. Der Rasende Roland war übrigens die einzige Schmalspurbahn Deutschlands, in der warmes Essen serviert wurde. Heute zieht der Dampfoldtimer zahlreiche Eisenbahnfreunde an, die mit Fotoapparat und Videokamera so ziemlich jede Bewegung des Zuges festhalten. Zu besonderen Anlässen wird auch der Salonwagen von 1910 für die Urlauber eingesetzt.
Rügener Kreidefelsen – das bröckelnde Wahrzeichen
Die Rügener Kreidefelsen der Stubbenkammer befinden sich im Nationalpark Jasmund auf der gleichnamigen Halbinsel. Die Kreidefelsen gehören wohl zu dem bekanntesten Wahrzeichen Rügens. Die bekanntesten der Kreidefelsen sind der Königsstuhl und der Wissower Klinken, dem im Februar 2005 ein Stück von der berühmten Zacke wegbrach.
Die bis zu 117 Meter hohen Kreidefelsen erstrecken sich von Saßnitz bis nach Lohme und können am Hochufer (ca. 8 km) oder am Strand erwandert werden. Einen ganz anderen Blickwinkel bieten allerdings Touren mit dem Boot entlang der Kreidefelsen, die von der Seebrücke Binz aus starten.
Die Bäderarchitektur – wie eine prächtige, weiße Perlenkette
Einzigartig wie in keinem anderen Seebad der Insel zeigt sich in Binz die Bäderarchitektur. Kein anderes Seebad an der Ostseeküste hat einen ähnlich erhaltenen Ortskern wie Binz. Die verspielten Ornamente und Rosetten an den Villen sowie die Türmchen und Erker sind zum Synonym für Binz geworden. Und aus vielen der prachtvollen Häuser im Stil der Bäderarchitektur sind Hotels und Pensionen entstanden, die das Flair der Jahrhundertwende (19./20.Jh.) mit komfortablen Zimmern verbinden. Aufgereiht wie eine Perlenkette zieren sie die 3,2 km lange Strandpromenade, die zum Verweilen und Spaziergehen einlädt. Den Mittelpunkt der Promenade bilden das Kurhaus, der Konzertplatz mit dem Pavillon, den Pergolen und Wandelhallen sowie die Seebrücke.
Störtebeker Festspiele – in Ralswiek ist im Sommer viel los
.. nämlich immer dann, wenn auf der Naturbühne am Jasmunder Bodden von Juni bis September die Störtebeker Festspiele gastieren. Ansonsten ist der Ort eher beschaulich mit seinem
- Neurenaissance-Schloss und dem weitläufigen Park
- dem ehemaligen Rittergut Kartzitz
- dem gemütlichen Seglerhafen mit Segelschule und Bootsverleih
- Informieren Sie sich auf der Website von Ralswiek.
Rügens Landschaften
Mönchsgut – gut geschützt
Das Biosphärenreservat Süd-Ost-Rügen ist Bestandteil des Forschungsprogramms der UNESCO "Der Mensch und die Biosphäre". Das 235 qkm große Schutzgebiet auf Rügen umfasst die Halbinsel Mönchsgut, die Granitz, die Umgebung von Putbus, den Rügischen Bodden und die Insel Vilm. Süd-Ost-Rügen gehört zu den eigentümlichsten Landschaften Deutschlands. Nirgendwo sonst sind Land und Meer so eng verzahnt. Selten findet man eine so harmonische, vorindustriell geprägte Kulturlandschaft, bereichert durch eine Fülle schöner alter Häuser und Ensembles.
Lancken Granitz – Kleinod nach Mönchsgut
Den Weg nach Mönchsgut säumt das interessante Örtchen Lancken-Granitz mit nur 390 Einwohnern. Hier verbergen sich einige historische Schätze, die einen Besuch wirklich lohnenswert machen: Z.B. die Andreaskirche aus dem Jahr 1443, der Fachwerkbaus aus dem Jahr 1770, das heutige Pfarrhaus und in unmittelbarer Umgebung des Ortes dann die 4000 Jahre alten Großsteingräber mit sehr gut erhaltenen Grabkammern. Von Lancken-Granitz aus führt dann eine wunderschöne Kastanienallee hinauf zum Jagdschloss Granitz.
Jagdschloss Granitz – es schinkelt
Das Jagdschloss Granitz ließ sich Fürst Wilhelm von Malte I. zu Putbus im Jahre 1836 auf dem 107 Meter hohen Tempelberg in der Granitz erbauen. Von dem nach Plänen von Carl Friedrich Schinkel erbauten Aussichtsturm hat man bei gutem Wetter die schönste Sicht über Rügen. Der Mode der Zeit entsprechend, wurde das Schloss in einem repräsentativen, historischen Mischstil erbaut. Imposant ist dabei die 154stufige Wendeltreppe, die im Innern zur Spitze des Mittelturmes führt. Heute dient das Schloss als Ausstellungs- und Veranstaltungsort.
Kap Arkona – die Spitze hat´s in sich
Am nördlichsten Kap Deutschlands erwartet Sie viel Sehenswertes.
Zwei Leuchttürme schmücken das Kap. Der älteste von beiden trägt Schinkel´s Handschrift und wurde mit seinen beachtlichen 19 Metern im Jahr 1827 erbaut. Heute ist hier ein Museum untergebracht. Der wahre Leuchtturm ist 36 m hoch und schaltete sein Leuchtfeuer im Jahr 1902 ein.
Unmittelbar am ehemaligen Burgwall befindet sich noch ein Turm, der 1927 von der deutschen Marine errichtete Peilturm. Er wird heute als Aussichtsturm und als kleines Museum genutzt. Der Burgwall erinnert an die Tempelburg, einst Hauptheiligtum der Ranen. Allerdings ist heute davon nur noch die Wallanlage erhalten geblieben, die bis zu 14 m hoch gute Aussichtspunkte über das Kap bietet.
Interessant ist auch der alte slawische Burgwall und das Fischerdörfchen Vitt.
Hiddensee – die kleine Insel-Schwester im Westen
Hedins-oe, so der Name der Insel des Norwegerkönigs Hedin. Daraus wurde Hiddensee, eine wahre Perle in der Ostsee, von Rügen aus gut erreichbar und lohnend für einen Tagesauflug oder am besten noch länger, um das Flair der Insel erleben zu können.
Kloster, Vitte und Neuendorf, die drei Ortschaften könnten unterschiedlicher nicht sein.
Auf diese drei Ortschaften verteilen sich 1.200 Inseleinwohner auf einer Gesamtfläche von 18,6 qkm. Fortbewegungsmittel sind Fahrrad, Pferd und Wagen und ein Inselbus. Neben breiten naturbelassenen Sandsränden, bietet die Insel auch viel für begeisterte Wanderer und Naturliebhaber: eine schöne Heidelandschaft, Wiesen, Steilufer und hügelige Buschlandschaft sind charakteristisch für Hiddensee. Vom Leuchtturm aus, dem Leuchtfeuer Dornbusch (70 m.ü. M), hat man einen wunderbaren Blick über die Insel.
Kloster
Was heute Kloster heißt, war früher auch mal ein Kloster. Von 1296 bis 1536 bestimmte ein Zisterziensenkloster das Ortsbild.
Von den Hügeln des Hidenseeer Hochlandes hat man eine wunderbare Aussicht auf den nördlichsten der drei Hiddensee-Orte. Ein Muss für Hiddensee-Besucher ist das Gerhard-Hauptmann-Haus. In der ehemaligen Hauptmann-Sommerresidenz befindet sich in einem wunderschön angelegten Garten ein kleines Museum. Auch der Besuch seiner Grabstätte auf dem Friedhof bei der Inselkirche in Kloster lohnt sich. So idyllisch möchte man gebettet sein.
Kloster ist ebenfalls Ausgangspunkt für die meisten Tagesbesucher. Von Schaprode, Stralsund oder von Binz aus erreichen die Fähren und Ausflugsboote den idyllisch gelegenen Hafen in Kloster.
Vitte
.. die heimliche Hauptstadt der Insel für die einen, Künstlertreffpunkt für die anderen. Fakt ist, das einst so idyllische Dörfchen hat sich zu einem Ort gemausert, wo das Touristenherz höher schlägt: Vielseitige Möglichkeiten zum Einkaufen, im Sommer ein Freiluftkino, Cafés, Restaurants, Pensionen, Appartementanlagen und ein neu ausgebauter Sporthafen mit Dreh-und Angelpunkt für die Fähren der Hiddensee-Besucher, haben Vitte aus seiner einstigen Beschaulichkeit gerissen.
Neuendorf
Was auffällt in Neuendorf? Alles wirkt so luftig. In Neuendorf gibt es nämlich keine Zäune, die Fischerdorfanlage ist so erhalten geblieben, wie sie einst war. Klug ausgedacht verläuft die Bebauung der reetgedeckten Häuser in west-östlicher Richtung. Die Wohnbereiche sind damit in Südausrichtung angelegt, die Solaranlagen haben auf der Südseite dann besonders viel Platz. Fischerei findet im Grunde aber nicht mehr statt. Auch Neuendorf lebt zunehmend vom Tourismus, insbesondere durch den kleinen Hafen Plogshagen.
Ummanz -noch eine Insel
Ummanz ist eine Insel, die immerhin 20 qkm groß ist und an der Westküste Rügens liegt. Ungefähr 710 Einwohner leben auf dem seit 1901 durch eine Brücke mit Rügen verbundenen Eiland. Kraniche rasten hier und auch aufgrund der vorzufindenden Pflanzenvielfalt und der seltenen Vogelarten gehört Ummanz zum Naturpark Vorpommernsche Boddenlandschaft.
Ein kleiner Schatz ist auch die Dorfkirche in Waase. In der spätgotischen Kirche befindet sich ein fünftüriger Klappaltar aus dem Jahre 1520, der aus Antwerpen über Umwege nach Waasegelangte.
Ummanz hat ferner das Ostseecamp Suhrendorf zu bieten, einen der größten Campingplätze Rügens. Unter Surfern ein beliebtes Surfrevier.
Die Insel Vilm – eine Insel vor der Insel
Schon seit den 30er Jahren steht die Insel Vilm unter Naturschutz. Zu DDR-Zeiten von 1959 bis 1989 befand sich hier die Feriensiedlung des DDR-Ministerrates und durfte nicht betreten werden. Um die Natur auch weiterhin zu schützen, dürfen täglich nur 30 Personen die Insel besuchen, z.B. vom Hafen Lauterbach aus oder auch ohne Beschränkungen rund um Vilm.
Was man alles auf Rügen finden kann
Bernstein
Bernstein ist das „Gold des Meeres“. Es ist nichts anderes als der hartgewordene Harz vorzeitlicher Nadelbäume. Bernstein wurde durch viele Stürme an die Küste Rügens gespült. Und wenn man Glück und ein geschultes Auge hat, dann findet man auch ein paar Stücke dieses wunderschönen Steines in weingelblichen bis zu rötlichen Farbtönen. Mehr über den Bernstein und dessen Bedeutung für die Region findet sich auch im Bernsteinmuseum in Sellin.
Besonders groß ist das Angebot an Bernstein-Schmuckgeschäften in Binz und Sellin.
Feuerstein
Der „Stahl der Steinzeit“ wird deswegen so genannt, weil diese Steine, zu 99% aus kristalliner Kieselsäure bestehen, äußerst hart waren und während der Steinzeit als Hauptmaterial für die Herstellung von Werkzeugen dienten. Die Feuersteine kommen in unterschiedlichsten Formen vor. Der „Hühnergott“, Steine mit einem oder mehreren Löchern, sind wahre Glücksbringer. Die Legende sagt, dass diese Steine die Legefreudigkeit und Gesundheit von Hühnern erhöhte. So werden sie auch heute noch gern am Lederband oder an der Kette als Talisman am getragen.
Feuersteinfelder
Man findet diese geologische Rarität in der Schmalen Heide. Sturmfluten vor etwa 3000 - 4000 Jahren spülten diese Steine an Land und bildeten 14 Feuersteingeröllwälle. Zu Fuß kann man diese etwa 2 km entlang der Küste verlaufenden Feuersteinfelder durchqueren. Sie sind durchzogen von Eichen, Kiefern, Wacholder, Heckenrosen, Ginster und Heidekraut. Ausgangspunkt für die Wanderungen und zahlreiche Wanderwege ist Neu Murkan.
