Die Geschichte eines Hotels am Meer

Das Ostseebad Binz hat sich seit Mauerfall zu einer Perle unter den Seebädern an der deutschen Ostsee entwickelt. So auch das Hotel AM MEER & Spa.

Einst - und das seit der Jahrhundertwende - ein hässlicher Flachbau, kaufte Wolfgang Schewe im Jahr 1991 das erstklassige Grundstück an der Binzer Strandpromenade.

Er ließ den an dieser Stelle befindlichen Bau abreißen und entwickelte gemeinsam mit dem Architekten Klemens Perka ein Konzept für den heutigen Hotel-Neubau. „Dabei sollte die moderne Architektur mit den verspielten Elementen der Bäderarchitektur in Einklang gebracht werden“, so Schewe.

Nach nur elf Monaten Bauzeit wurde das Hotel AM MEER & Spa am 25. Mai 1995 feierlich eröffnet und gehört seitdem mit zu den bekanntesten Häusern auf Rügen.

Das mutige Konzept ging auf. Das Hotel ist und bleibt einzigartig in der Binzer Architekturlandschaft, gibt dieser eine gewisse Modernität und wird von den Gästen besonders wegen der stilvollen Fortsetzung bei der Hoteleinrichtung gern besucht.

Der Weg zum Hotelier
Auf die Frage wie der studierte Diplom-Ingenieur Wolfgang Schewe zum Hotelier avancierte, antwortet der gebürtige Rüganer lässig: „Das war einfach Intuition“.
Das Bauchgefühl scheint ihn jedenfalls schon öfter in die richtige Richtung getrieben zu haben.
Zum Beispiel im Jahr 1987 als er politisch motiviert nach drei Jahren endlich die DDR verließ und nach Berlin-West übersiedelte. Diese nicht so einfache Zeit während der Ausreise hat ihn geprägt und sein Durchsetzungsvermögen gestärkt.

Und auch 1990 als er sich sofort nach dem Mauerfall entschied, wieder auf seine sonnige und geliebte Heimatinsel Rügen zurück zu kehren, um sich selbständig zu machen.

Man könnte vermuten, dass ihm die Intuition in die Wiege gelegt wurde. Denn schließlich muss ein Bäcker, wie sein Vater einer war, ein Gefühl dafür entwickeln, wann ein Brot gut wird. Weniger Intuition als vielmehr Sinn für Geschäfte hat er ganz bestimmt bei seinen Eltern abgeschaut, die eine gut gehende und sehr bekannte Bäckerei in Gingst auf Rügen führten.

Zurück nach Rügen
Das stellte er unter Beweis, als er nach Rügen zurückkehrte und die Selbständigkeit wagte.

Er gründete ohne Kapital und große Vorkenntnisse einen Großhandel für Schöller-Eis und Tiefkühlprodukte. Schon nach sechs Jahren war sein Unternehmen so erfolgreich, dass er dies gewinnbringend an Schöller verkaufen konnte. Letztlich schaffte er sich damit die Grundlage für sein Hotelprojekt, das er erst nach einem weiteren Exkurs auf seinem Hotelier-Weg realisierte.

Am heutigen Hotel-Standort eröffnete er das Musikcafé Sahara mit Eisdiele und kleiner Küche, in dem drei Jahre lang von Mai bis September Livemusik vom Feinsten ertönte. „Wenn ich auf diesen Lebensabschnitt zurückblicke, kann ich mich nur über mich selber wundern!“ Immerhin hat ihn diese Erfahrung zu der Entscheidung geführt, sein Hotel-Vorhaben zu realisieren. Dazu kann man ihm nur gratulieren.

Hotel AM MEER & Spa immer im Test
Und heute? Heute ist er der beste Hotel-Tester seines eigenen Hauses.
Mit kritischem Blick, immer Optimierungen im Kopf, begutachtet er täglich sein Haus und prüft die Küchen-Qualität der beiden Restaurants Fischküche und Düne, die Einrichtung und Ausstattung der 60 Zimmer und das Programm der Piano-Bar Blue Café und und und...

Am angenehmsten aber findet er als ehemals aktiver Fußballer und heutiger Freizeitsportler vor allem seine Testerrolle im Fitnessraum und im hauseigenen Wellness-Bereich. Erst Ende 2005 wurde der spektakuläre 600qm große Vitality-Spa-Bereich mit diversen Bädern, Saunen, Treatments und dem Vitality-Pool sehr aufwendig fertig gestellt.

Was noch geplant ist.
Aber schon hat der umtriebige Hotel-Inhaber Schewe ein neues Großprojekt vor Augen: Über das hotelrückwärtige Grundstück wird er nun hoffentlich bald verfügen können. Und was dann entsteht?
Soviel sei schon einmal verraten: Ende September 2008 wurde die unansehnliche Bausubstanz am Hof abgerissen, und ein neues Projekt wird sorgfältig entwickelt.

Die Hotel-Fassade wurde gerade erst in ein strahlendes Weiß "getaucht" sowie sämtliche zuvor feuerverzinkten Metallteile weiß pulverbeschichtet: ein phantastischer neuer Anblick. Eine weiße Villa am Meer ist entstanden!


In einem aufwendigen Verfahren wurden in sämtlichen Bädern die Duschen bodengleich nachgerüstet. Eine große Komforterhöhung nicht nur für ältere Gäste!


Gerade sind die Juniorsuiten aufwendig überarbeitet worden. Spezielle runde Betten wurden in der 2. Ebene installiert und der Wohnbereich verlagerte sich nach unten auf die 1. Ebene. Und wenn man Glück hat, schaut man aus seiner "Koje" direkt auf das Meer.

In der Blue Moon Lounge - on the top - wird zur Zeit die 2. Glasebene um 40 cm erhöht, damit die Gäste auch im Sitzen diesen grandiosen Weitblick genießen können usw. usf..

Es tut sich also immer etwas im Hotel AM MEER & Spa, und das ist wohl auch die Stärke dieses Unternehmers.

Und was kommt noch? „Schaun mer mal!“, antwortet Wolfgang Schewe mit den Worten des Kaisers Franz B., der im übrigen auch schon in seinem Hotel logierte.


Man darf gespannt sein! Eines ist sicher: Es wird nur das Beste für seine Gäste.